Grauwassernutzung - Mehr als nur Wasser sparen!

Grauwassernutzung

Zurzeit gibt es noch keine klare weltweit einheitliche Definition von Grauwasser. Die Europäische Norm 12056-1 definiert Grauwasser als fäkalienfreies, gering verschmutztes Abwasser, wie es etwa aus Dusche, Badewanne, Handwaschbecken und Waschmaschine anfällt und zur Aufbereitung als Betriebswasser dienen kann. Das Küchenabwasser hingegen wird wegen seiner hohen Belastung mit Fetten und Speiseabfällen ausgenommen.

Die Grauwassernutzung ist wie die Regenwassernutzung und die Verwendung von Brunnenwasser eine geeignete Technologie, um den Trinkwasserverbrauch in Gebäuden zu reduzieren und damit einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten sowie die Kosten für den Wasserverbrauch zu senken. Des Weiteren wird durch die Wiederverwendung von Grauwasser, aufgrund der Doppelnutzung des Trinkwassers, weniger Abwasser produziert, woraus sich weitere ökologische und ökonomische Potentiale ergeben. Es kann festgehalten werden, dass aufgrund seiner relativ geringen Verschmutzung mit geringem Aufwand aber sehr großem Nutzen von Einfamilienhäusern über Mehrfamilienhäuser bis hin zu Hotels die Grauwasseraufbereitung ein sinnvolles Mittel zur Wasser- und Abwassereinsparung ist und eine äußerst effiziente Maßnahme zur Kostenreduktion darstellt.

Bei der Grauwassernutzung wird im Wesentlichen das Wasser aus der Körperhygiene (Dusche, Badewanne und Handwaschbecken) in dafür konzipierten Anlagen (Grauwassernutzungsanlage) gesammelt. Somit wird das ins Haus eingeleitete Trinkwasser ein zweites Mal (als Betriebswasser) genutzt.

Zur Aufbereitung des Grauwassers gibt es unterschiedliche technische Ansätze. Die Technologien variieren stark in ihrer Komplexität, Größe, Aufbereitungsleistung und Aufbereitungsqualität. So finden sich Direktverwender-Systeme, Rückhalte-Systeme, physikalische, chemische, biologische sowie bio-mechanische Systeme.

Vergleichende Untersuchungen haben gezeigt, dass aufgrund seiner hervorragenden Reinigungsleistung der Membran-Bioreaktor (MBR) die zurzeit beste Technologie für das Grauwasser-Recycling darstellt. Grauwasseranlagen mit MBR-Technologie haben zudem den Vorteil, dass sie einen geringen Platzbedarf haben und auch bei Schwankungen der Zulaufeigenschaften die relevanten Qualitätsparameter gewährleisten, so dass die hygienischen Vorgaben der europäischen Richtlinie für Badegewässer stets eingehalten werden.

Grauwasseranlagen mit MBR-Technologie bereiten das anfallende Grauwasser in zwei Reinigungsstufen auf:

In der 1. Stufe wird das Grauwasser durch natürliche Bakterien biologisch vorgereinigt und in der 2. Stufe durch die Membranfiltration (Porengröße 0,00005 mm) von den restlichen Schmutzpartikeln vollständig befreit. Das dadurch gewonnene Betriebswasser wird dann durch eine Druckerhöhung zu den Entnahmestellen befördert und kann für die WC-Spülung, die Waschmaschine, die Gartenbewässerung sowie zu Reinigungszwecken genutzt werden. Sollte nicht ausreichend Betriebswasser zur Verfügung stehen, wird vollautomatisch Trinkwasser bedarfsgerecht in das System eingespeist.

Je nach Modell der Grauwasseraufbereitungsanlage können pro Tag zwischen 200 l und > 25.000 l bereits genutztes Wasser zu Betriebswasser aufbereitet werden. Alle Prozesse werden elektronisch überwacht, wodurch eine optimale Reinigung garantiert wird.

Die kompakten Anlagen sind in ein Speichersystem integriert, welches im Gebäude aufgestellt oder im Erdreich eingebaut werden kann. Die Steuerung der jeweiligen Anlage kontrolliert und überwacht die gesamte Anlage. Sämtliche Einstellungen können individuell angepasst werden und auch während eines Urlaubs bleibt das bevorratete Wasser in geeigneter Qualität vorhanden. Das Volumen des Speichers ist von der aufzubereitenden Grauwassermenge abhängig und kann je nach Bedarf angepasst werden.

Je nach Anlagen Typ sind die Förderpumpen im Speicher integriert oder vor dem Speicher aufgestellt.

Eine Grauwasseranlage kann fast überall im Neubau oder bei der Sanierung von Gebäuden eingebaut werden:

- Ein- und Mehrfamilienwohnhäuser

- Hotellerie und Gaststätten

- Alterswohnheime

- Studentenwohnheime und Jugendherbergen

- Sport- und Schulstätten

- Industrie und Gewerbe

Vorteile

- bis zu 50 % Einsparung von Trinkwasser (im 4-Personen Haushalt bis zu 70 m3/a)

- bis zu 50 % Kostenersparnis bei Trink- und Schmutzwassergebühren (399 € * bei 70 m3/a)

- Unabhängigkeit von Witterungsverhältnissen

- Unabhängigkeit von stetig steigenden Trink- und Schmutzwassergebühren

 

Grauwassernutzungsanlage

*Bei 5,7 €/m3für Trinkwasser und Abwasser

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Grauwasseranlagen

Author Grauwasser ist ein teil des häuslichen Schmutzwassers ohne Schwarzwasser. Die Europäische Norm 12056-1 definiert Grauwasser als fäkalienfreies, gering verschmutztes Abwasser. Es ist der Abfluss von Bade- und Duschwannen, Handwaschbecken und Waschmaschinen und kann auch hochbelastetes Küchenabwasser enthalten. Für die Grauwasseraufbereitung wird allerdings nur das geringbelastete Abwasser aus Dusch- und Badewanne und Handwaschbecken empfohlen. . Mehr zum Thema Grauwasseranlagen

Kontakt

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53840 Troisdorf

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