Grauwassernutzung ein Zentrales Thema in der Baubiologische Haustechnik

Grauwassernutzung ein Zentrales Thema in der Baubiologische Haustechnik

Der Mensch und die Technik im Haus

Längst hat sich die Technik im Haus zu einer hochkomplexen Gebäudesystemtechnik entwickelt. Umso mehr ist das baubiologische Grundprinzip zur Abwägung von Aufwand und Nutzen zu verinnerlichen und praktisch umzusetzen. Hierzu gehört auch, eine systemische Integration anlagentechnischer Komponenten zu realisie­ren, ohne das Wohnumfeld des Menschen zu überfrachten und den Bewohner/Nutzer zu bevormunden.

Bedeutung der Haustechnik

Natürlich kommt heute kein Akteur des Bauwesens mehr an der Haus­technik vorbei. Nicht nur durch ihren Stellenwert innerhalb der En­ergieeinsparverordnung und den all­gemeinen Bestrebungen nach mehr Energieeffizienz (zumindest im pri­vaten Wohnungsbau), sondern auch hinsichtlich der neuen Vielfalt im Bereich der erneuerbaren Energien, wie Biomasseheizungen, Solarther­mie, der Wärmepumpentechnologie und den verschiedenen Lüftungssy­stemen einschließlich deren Kom­bination mit erneuerbaren Energien und effizienten Wärmerückgewin­nungs- bzw. Prozessnutzungsgraden. Des Weiteren die Möglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung, ob kraft­stoff- oder solarbetrieben sowie der dezentralen Stromerzeugung aus Photovoltaik und Kleinwindenergie­anlagen.

All diese Möglichkeiten und Poten­ziale im Sinne einer biologischen Bauordnungslehre unter einen Hut zu bekommen, verlangt ein radi­kales Umdenken, was bereits mit dem Begriff Energie beginnen muss. Diesem Anspruch kann nur natur­wissenschaftlich und nicht markt­wirtschaftlich entsprochen werden.

Auch wenn die Baubiologie nicht reflexartig jedem modernen Tech­nik-Trend folgt, heißt dies nicht, dass sie Technik ablehnt! Vielmehr fordert die Baubiologie eine reflek­tierte und kritische Auseinander­setzung mit ihr und setzt diese in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Menschen und seiner Umwelt. Es geht also darum, technische In­novationen klug zu nutzen, ohne den Menschen von der Technik abhän­gig zu machen, ihn also nicht sei­ner Selbstbestimmung zu berauben. Die Baubiologische Haustechnik schwelgt also beileibe nicht in der Nostalgie des ewigen Grundofens, sondern sucht vielmehr einen Weg aus der Tradition in die Zukunft zu formulieren.

Entwicklung einer Baubiologischen Haustechnik

Ausgangspunkt sind die konventi­onellen Gewerke der Haustechnik: Sanitär-, Heizungs- und Klimatech­nik. Die Lüftungstechnik ist bei der Klimatechnik dabei, hat sich aber heute eigentlich schon zu einem selbstständigen Gewerk entwickelt. Insbesondere ist dieser Trend im Umfeld der Wohnungslüftung zu erkennen. Die klassische Elektroin­stallation stellt heute eine komplexe Energietechnik für die Automation, Steuerungs- und Regelungstechnik dar. All diese vier Grundgewerke der Haustechnik umfassen somit alles, was mit Technik und Energiebedarf im Haus verbunden ist. Dazu gehö­ren natürlich auch Apparate und Ge­räte, wie in der Küche oder im Haus­wirtschaftsraum. Diese Haustechnikstrotzt vor Normen, Richtlinien, dem „Stand der Technik“ und den „Re­geln der Technik“ zuzüglich einem fortwährenden Mehr an Empfeh­lungen von Herstellern, Verbänden, Interessengemeinschaften, Verwal­tungen usw.

Was vielen Architekten und Haus­anbietern schier den Kopf zerbricht, sind die ständig steigenden Kosten der Haustechnik. Sie macht in un­serer heutigen Zeit mindestens ein Fünftel, oft auch ein Drittel der ge­samten Baukosten aus. Und doch ist für jedes Bauwerk die Bereitstellung von Energie, sauberem Wasser und einer guten Luftqualität unabwend­bar, was Investitions- und Folgeko­sten verursacht und zu Abhängig­keiten verführt. Ein nachhaltiges Energiekonzept muss daher ein Ma­ximum an Ressourcenschonung und Energieautarkie bewirken.

 

Autor: Frank Hartmann / Haustechniker & Baubiologe (IBN)

Zum Autor: Frank Hartmann ist Haustechniker und zertifizierter Baubiologe (IBN) mit einer Ausbildung zum Gas-Wasser-Installateur, Heizungs- und Lüftungsbauer und Elektroinstallateur. Im Jahr 2002 gründete er das Forum Wohnenergie als Dienstleistungszentrum für Wärme und Strom aus Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz, Wohnwärme- und Raumklimagestaltung und ist auf dem Gebiet auch als Dozent tätig. In den letzten Jahren widmete er sich verstärkt der Hauserneuerung sowie der systemischen Gebäudebetrachtung. Derzeit konzipiert Frank Hartmann für das Institut für Baubiologie und Ökologie (IBN) eine Qualifizierungsmaßnahme zur Baubiologischen Haustechnik, verfasst überdies regelmäßig Beiträge für Fachzeitschriften und ist Autor mehrerer Fachbücher.

Kontakt:

E-Mail: hartmann@forum-wohnenergie.de

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Grauwasseranlagen

Author Grauwasser ist ein teil des häuslichen Schmutzwassers ohne Schwarzwasser. Die Europäische Norm 12056-1 definiert Grauwasser als fäkalienfreies, gering verschmutztes Abwasser. Es ist der Abfluss von Bade- und Duschwannen, Handwaschbecken und Waschmaschinen und kann auch hochbelastetes Küchenabwasser enthalten. Für die Grauwasseraufbereitung wird allerdings nur das geringbelastete Abwasser aus Dusch- und Badewanne und Handwaschbecken empfohlen. . Mehr zum Thema Grauwasseranlagen

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